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Wissenswertes zum Batteriekauf

Die Qual der Wahl - Was für eine Batterietype brauche ich?

Wenn man von Auto- oder Motorradbatterien spricht werden in der Regel KFZ-Batterien verstanden, die aus Bleiplatten und Schwefelsäure-Elektrolyt bestehen (Bleiakkumulator).

In PKW der neueren Generation, die mit Start-Stopp-Sytem zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs arbeiten, müssen jedoch andere Batterietypen mit erhöhter Zyklenlebensdauer verwendet werden. Hier kommen sogenannte AGM- oder EFB-Batterien zum Einsatz.

Für Zweirad-KFZ gibt neben klassischen Blei/Säure-Akkus auch AGM-, Gel- und Lithium-Ionen-Batterien.

Welchen Batterietyp Sie in Ihrem KFZ verwenden sollten, sehen Sie am besten anhand der vom Hersteller eingebauten Batterie oder können Sie auch aus den Betriebsunterlagen Ihres Fahrzeugs entnehmen.

In AGM-Batterien (Absorbent Glass Mat) sind Glasfasermatten eingebaut. Diese binden den gesamten Elektrolyt (Schwefelsäure) was zum einen den Vorteil hat, dass diese Batterien kippsicher sind und nicht auslaufen können. Zum anderen wird der Innenwiderstand veringert. AGM-Batterien werden als Starterbatterie in Motorrädern, Booten (keine auslaufende Säure beim Kippen oder Kentern), Fahrzeugen mit Start-Stopp-System oder Elektrofahrzeugen verwendet. Auch bei Car-Hifi-Anwendungen werden diese Akkumulatoren eingesetzt.


EFB-Batterien (Enhanced Flooded Battery), auch bekannt als ADB (Advanced Flooded Battery) oder ECM (Enhanced-Cycling-Mat), werden für PKW mit reinem Start-Stopp-System ohne Rekuperationstechnik eingesetzt. Die Batterien sind mit einem als Polyester-Scrim bezeichnetem Geflecht ausgestattet. Dies überzieht die positive Elektrodenplatte und hält das aktive Material fest. Damit wird ein widerstandsarmes, schnelles Auf- und Entladen ermöglicht.


Elektrolyt-Bindung wird auch in Gel-Akkumulatoren durch Zusatz von Kieselsäure erreicht. Sie sind verschlossen und auslaufsicher. Diese Art von Batterien werden bevorzugt, wegen ihrer geschlossenen Bauform, als Starterbatterien für Motorrad, Moped/Roller eingesetzt.

Infos, Tips und Pflegehinweise für PKW-AGM-Batterien aus unserem Sortiment finden Sie hier.

Kennwerte von KFZ-Batterien

Nennspannung in [V]

beträgt bei PKW 12V, bei Lkw 24V, bei älteren PKW (vor Baujahr 1970) und bei einigen Motorrädern 6V. Die Spannung des KFZ-Bordnetzes muss während der Fahrt über der Nennspannung der Starterbatterie liegen (z.B. für 12-Volt-Akkus bei 14,4V), da diese während der Fahrt geladen werden soll.

Kaltstartstrom in [A]

Der Kaltstartstrom (Kälteprüfstrom) oder auch CCA (von cold cranking amps) gibt den Entladestrom an, den der Akkumulator bei −18°C (0°F) und einer Mindestspannung von 7,5V für eine Dauer von 10s liefern kann. In Deutschland wird der Test nach der Europäischen Norm (EN) durchgeführt. Der Kaltstartstrom von Pkw-Starterbatterien liegt meist zwischen 200A und 850A, wobei die gängigsten Akkumulatoren zwischen 360A und 680A liegen. Lkws verfügen über Starterbatterien mit höherer Kaltstartstromstärke zwischen 500A und 1200A.

Kapazität in [Ah]

allgemein die maximal möglich speicherbare Ladungsmenge. Die Kapazität von KFZ-Starterbatterien wird darauf bezogen, wieviel Strom innerhalb einer bestimmten Zeit (meist 20 Stunden, C20 oder K20) kontinuierlich geliefert werden kann. Je höher der Bedarf an elektrischer Energie (Anzahl elektrischer Verbrauchern) im KFZ, desto größer die Kapazität der Batterie..

Beispiele für die Kapazität von Starterbatterien

Motorroller 50cm³4-12Ah (6/12V)
Motorrad4-18Ah (6/12V)
Kleinwagen36Ah (12V)
Pkw (Kompaktklasse)36-50Ah (12V)
Pkw (Mittelklasse)40-70Ah (12V)
Pkw (Oberklasse)55-120Ah (12V) und mehr (12/24V)
Lkw (bis 7,5 t)175Ah und mehr (12/24V)
Lkw (ab 7,5 t)bis 225Ah (24V)