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Wissenswertes beim Batteriekauf - Teil 2

Verwendungs- und Pflegehinweise für AGM Batterien

PKW AGM-Batterien in unserem Angebot: YUASA Serie YBX9000 und Exide Start-Stop AGM

Verwendung

Serie Starter Start-Stop Traktion
Yuasa YBX9000
Exide Start-Stop AGM

AGM-Batterien sind gut für die Verwendung als Starterbatterie geeignet, wenn sie im Kofferraum oder in der Fahrgastzelle verbaut werden. Die Verbauung im Motorraum ist nicht zu empfehlen! AGM Batterien sind empfindlich gegenüber hohen Temperaturen und laufen dann Gefahr auszutrocknen.

AGM Start-Stop sind alleinig geeignet als Starterbatterie bei Fahrzeugen mit Start-Stop-Funktion gemäß Einsatzzweck.

Alle Typen sind gut geeignet als Traktionsbatterie für mittelschwere Lasten, wie Wohmobilmover, Wohnmobil-Versorgung und Antriebsbatterie für Boote und kleinere Elektrofahrzeuge z.B. Rollstühle.

Aufladung

sehr wichtig: Regelmäßig Laden !

Maximale Ladespannung 14,8 Volt und maximaler Ladestrom = 10% der Kapazität (z.B. bei 90Ah Batterie, 9A Ladestrom).

Optimalerweise sollte das Ladegerät über eine sogenannte IU Ladekennlinie verfügen. Diese sorgt für ausreichend schnelle und vollständige Ladung ohne Gefahr der Überladung. Auf jeden Fall sind geregelte Ladegeräte zu verwenden, welche die Ladespannung von 14,8 Volt nicht überschreiten. Wird diese Ladespannung überschritten, gast die Batterie trocken. Um eine AGM Batterie 100% vollzuladen ist ein regelmäßiges Laden über das Bordnetz mit 220V Anschluss oder mit einem externen Ladegerät mit oben beschriebenen Eigenschaften erforderlich.

Das Laden ausschließlich über Solarmodule lädt die Batterie nicht vollständig auf. Es tritt dann wegen permanenter Teilentladung vorzeitiger Kapazitätsverlust auf. Der richtige Zeitpunkt zum Nachladen ist spätestens (!) bei Erreichen der Ruhespannung von 12V (bei AGM Batterien) gegeben. Die Ruhespannung ist die Spannung der Batterie mit mindestens 5h Ruhepause nach jeglicher Belastung (Stromentnahme und Stromzugabe). Häufiges Entladen unter 12V führt zu vorzeitigen Kapazitätsverlust der Batterie (Memoryeffekt). Die Überprüfung erfolgt mit einem handelsüblichen einfachen Voltmeter.

Pflegehinweis

Pole trocken und sauber halten um Kriechströme zu vermeiden. AGM-Batterien niemals öffnen. Dies zerstört die Batterie!

Richtige Dimensionierung - zu klein ist niemals gut

Für eine langlebige Nutzung der Batterie ist die richtige Dimensionierung sehr wichtig! Sie wird folgendermaßen bestimmt:

Zuerst werden alle Wattverbräuche, die abgedeckt werden sollen addiert. Dann muss überlegt werden, wie lange dieser maximale Wattverbrauch anliegen wird.

Achtung:

Batterien haben, physikalisch bedingt, bei unterschiedlichen Entladungszeiten unterschiedliche zur Verfügung stehende Kapazität. Die Kapazität variiert je nach Entladerate der Batterie. Je langsamer die Entladung, umso größer die Menge an Elektrizität, die die Batterie liefert. Am Markt am gebräuchlichsten ist die Angabe der Kapazität bei 20h Entladezeit, so auch bei uns. Bei Versorgungsbatterien wird häufig auch die Kapazität bei 5h Entladezeit angegeben, da diese der gebräuchlicheren Nutzungsdauer im Freizeitbereich entspricht. Dies muss bei der Bestimmung der richtigen Batteriegröße mit berücksichtigt werden.

Berechnung:

⇒ Watt / Volt = Ampere
⇒ Ampere x Benutzungsdauer in h = benötigte Kapazität
⇒ benötigte Kapazität x Sicherheitsfaktor = richtige Batteriegröße

Der Sicherheitsfaktor beträgt 1,5 und trägt dem Umstand Rechnung, dass eine AGM Batterie bis maximal auf 50% Ihrer Kapazität entladen werden darf, um Tiefentladungs- und Überzyklisierungsschäden zu vermeiden.

Beispiel:
errechnter Wattverbrauch: 100W
Benutzungsdauer: 6h

⇒ 100W / 12V = 8,3A
⇒ 8,3A x 6h = 49,8Ah
⇒ 49,8Ah x 1,5 = 74,7Ah ⇒ ca. 75Ah

Da die maximale Benutzungsdauer 6h beträgt ist eine Batteriegröße von 75Ah bei 5h Entladungszeit angemessen. Das entspricht einer AGM Batterie mit 90Ah Kapazität bei 20h Entladungszeit. Um von 5h Entladungszeit auf 20h Entladungszeit zu schließen wird die Kapazität bei 5h Entladungszeit näherungsweise mit 1,2 multipliziert und umgekehrt.